Promis in Uckerath!
Dass in Uckerath was los ist, sprach sich herum. In der deutschen Schlagerszene hatten "Schaukelkeller" wie "Tenne" einen guten Namen.
In den siebziger Jahren genau wie heute reichen sich die Großen die Klinke in die Hand. Peter Maffay war da, wie Marianne Rosenberg (der Günther ein Küsschen auf die Wange gab), Chris Andrews, Paola und Jürgen Drews. Sybille, Monika, Heidi und Christel, die vier Töchter, erinnern sich an viele Begegnungen mit den Prominenten aus dem Fernsehen, die meist unkompliziert und ohne Starallüren daher kamen. Und heuer gab schon Andrea Berg ihr Stelldichein, zum zweiten Mal übrigens.
Promis in den 40 Jahren im Hotel Landsknecht
Die Wühlerei geht weiter!
Immer wichtiger wurde das Hotelgeschäft. Denn viele Besucher kamen von weit her, Vereinstouren waren angesagt. Immerhin gibt es drei Kegelbahnen im unterirdischen Reich der Landknechts. Die Zimmer wurden ausgebaut, oberhalb der Tenne schlief, wer nachts dort gefeiert hatte. 1984 dann überschritt Günther die B 8. Auf dem ehemaligen Gemeindeplatz, der inzwischen in seinem Besitz war, baute er einen modernen Imbiss auf, dessen erste Geschäftsführerin Tochter Monika wurde. Alle vier Nachkommen machten eine grundsolide Ausbildung in der Gastronomie, etwas, das ihnen heute enorm hilft.Eine zweite Tanzbar entstand im Untergrund - "Die rote Mühle" eröffnete im August 1988, neben "Schaukelkeller" und unter der "Tenne". Schon im Jahr zuvor, also 1987, hatte Landsknecht die Planer der Stadt gut beschäftigt. Ein neuer Saal und ein Hotelneubau standen auf der Tagesordnung der zuständigen Ausschüsse. Und wer Günther kannte, weiß, dass er realisierte, was er vorhatte. Moderne Zimmer entstanden im ehemaligen "Hagens Garten", 1994 war die Eröffnung. Inzwischen hat das Haus 250 Betten in 99 Zimmern. Über den Rosensaal freute sich das ganze Dorf, allen voran die Karnevalsgesellschaften, die hier ihre Prunksitzung feierten und feiern.
Als Dank für die ohne Unfälle überstandenen Bauarbeiten errichtete der Hausherr eine Kapelle im hinteren Teil des weitläufigen Grundstücks. Jahr für Jahr kommt zu Pfingsten eine Pilgergruppe auf ihrer Wallfahrt nach Walldürn vorbei. Sie übernachten im Hotel, das inzwischen den Namen Landsknecht trägt und beten vor ihrem Aufbruch an dem kleinen Gotteshaus.
Wie es heute steht!
Auch wenn die Zeiten schwieriger wurden, andere Großdiscos in den Rhein-Sieg-Kreis zogen. "Schaukelkeller" , "Tenne", "Rote Mühle" und "Hotel Landsknecht" behielten ihren guten Ruf. Mit pfiffigen Geschäftsideen, der Ausrichtung auch auf Tagungsgäste, schafften die Landsknechts immer wieder die Anpassung an moderne Zeiten. Viel zu früh starb im Dezember 2000 der Patron und Oberwühler Günther.
Wer allerdings geglaubt hatte, das wäre das Aus für den legendären Erlebnisgastronomie-Komplex, sah sich getäuscht. Die fünf "Mädels" nahmen jetzt das Heft in die Hand und führen nach wie vor auf hohem Niveau das Thema Gastlichkeit fort.
Ob Großevent, wie zum Jubiläum, oder Kindergeburtstag, ob Tanztee oder Prunksitzung. Mutter Anke sowie die Töchter Sybille, Monika, Heidi und Christel betreuen ihre Gäste nicht nur mit einem hohen Maß an Professionalität, sondern vor allem mit spürbarem Spaß an ihrer nicht immer ganz leichten Arbeit.

















